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Vom Glück im Schnee
Isa Bender

Vom Glück im Schnee Ein Familien-Skitag in Todtnauberg

Heute ist wieder einer dieser Tage...

Ein Tag im Schnee und wir fühlen es wieder... unser Gemüt ist voller Glück!

Als Familie mit zwei Kindern gehören wir gerade nicht zu den Early-Bird-Skifahrern, aber das ist nicht so schlimm, denn wir fahren nach Todtnauberg, dort ticken die Uhren eh etwas anders. Wir befinden uns auf der Südseite des Feldberges und genießen von fast überall die Fernsicht zu den Alpen.

In Todtnauberg geht es gemütlich zu, wir haben freie Fahrt auf den wunderschönen, abwechslungsreichen Pisten. Gerade mit unseren zwei kleinen Jungs ist das ein Traum, denn man muss nicht ständig schauen, ob sie gleich mit jemanden zusammen stoßen. Wir fahren die ersten Abfahrten am Kapellenlift, dort starten wir immer unseren Skitag. „Meine Kapelle“, sagt Nathan sehnsüchtig, denn hier wurde er vor ein paar Jahren getauft. Die Jungs riechen die Schoki in den Taschen und ganz traditionell wird der erste Schokoriegel direkt vor der Kapelle verzehrt und das Ganze natürlich mit einem unglaublichen Ausblick! „Erster, weiter, los jetzt, Stübiiiii...!!!!“, ruft Charlie und schon ist die Stille um und wir cruisen Richtung „Stübi“.  Die Abfahrt am Stübenwasenlift ist oben schön breit und flach, so können die Jungs zu zweit an einem Skistock „Motorrad fahren“, wie sie es nennen und fahren von der einen zur anderen Seite. Später wird es wieder steiler. Aber natürlich braucht es auch mal richtig Action und Nathan, der ältere von beiden, weiß genau wo die besten Schanzen auf ihn warten. „Ich will jetzt die Waldabfahrt!“, ruft er nach hinten zu uns und fährt einfach voraus, er kennt jetzt den Weg. Die erste Schanze wird mitgenommen und es kommt eine nach der anderen, auch der Kleine „fliegt“ irgendwie drüber. Der Schnee ist weich, sodass die Jungs selbst bei Stürzen nicht aufhören zu lachen. Wir müssen noch ein paar mal durch den Wald, das ist Pflicht!

Die Sonne scheint wie verrückt und der Schnee ist ein Traum. Wir machen eine kurze Pause und trinken Tee, auf einmal meint Charlie, der Kleinste: „Warum heißt der Wald eigentlich Schwarzwald? Er müsste doch Weißwald heißen, so weiß wie die Bäume vom Schnee sind!“. Den Jungs und uns tut es so gut in diese Winterwelt abzutauchen, es ist Erholung pur. Aber mit den Kids wird es nie langweilig und da ruft Nathan schon wieder: „Mir ist heiß!“, er muss doch noch seinen Pulli loswerden, sonst geht’s nicht weiter. Anstatt dass wir die Abendsonne genießen, kommt schon der erste Schneeball von hinten angeflogen. Und als der Schnee dann den Rücken langsam schmilzend herunterläuft, ist es doch Zeit zu gehen. Ok- fast- eine allerletzte Abfahrt schaffen wir noch. Wir nehmen diesmal sogar noch den Gipfellift auf den Stübenwasen Gipfel. Der kleine Charlito ruft: „Schau mal!“. Mit seinen 4 jungen Jahren schnappt er sich den Bügel am Seil, hält sich fest und lässt sich durch den Winterwald ganz nach oben ziehen. Oben angekommen auf 1388m, kann man zum Abschluss noch einmal die schönste aller Abfahren machen, die Panorama-Abfahrt mit Traumaussicht. Hatte ich das schon erwähnt? Diese Aussicht? Ach ja, diese Aussicht eben. Für so ein kleines Örtchen, ganz schön legendär!

Danke Tag, danke Weißwald, danke Sonne.......Life is good!